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	<title>Kommentare für Lehrplanforschung</title>
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	<description>Curriculare Planungen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Jul 2012 07:23:07 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Vom Nutzen und Nachteil der Wissenschaft für die Schule von fries</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=2618#comment-19</link>
		<dc:creator>fries</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2012 07:23:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Postscriptum  zum Blog &quot;Zum Nutzen und Nachteil der Wissenschaft&quot; für die Schule:

(1) Wenn es so ist, dass sich die Politik DER Wissenschaft bedient, kann man fragen, ob es  sie gibt – DIE Wissenschaft? Müsste man nicht unterscheiden,  zwischen einer in erster Linie der Politik dienenden und wenig kritischen Wissenschaft und einer unabhängigeren nur der Erkenntnis verpflichteten Wissenschaft? 

(2) Im NZZ Artikel vom 25.6.: „Gleichheit macht nicht gleich“ wird das positiv bewertete integrative Schulmodell wird in diesem Artikel dem schlechten Abschneiden der Schülerinnen und Schüler im PISA-Test gegenüber gestellt. Wenn man davon ausgeht, dass PISA nur wenig aussagt, über die Qualität eines Schulsystems, ist es einfach absurd, mit den PISA Ergebnissen im Tessin, Zweifel zu äussern am Wert der integrativen Leistung seines Schulmodells. Gerade im Fall des Kantons Tessin wäre es interessanter, sich zu überlegen, was denn die Gründe sind, dass Integration dort besser gelingt als in der Deutschschweiz. Man könnte sich überlegen, ob der Erfolg der integrativen Lösung unter anderem eine Reaktion auf die Abwanderung aus den ländlichen Gemeinden ist: Der Zusammenzug von Stufen und Klassen ist eine Möglichkeit, Schulen bei abnehmenden Schülerzahlen weiter zu führen. Eine Rolle spielt bestimmt auch die Tradition der Scuola Media – der   aus Italien übernommenen integrativen Organisation der Sekundarstufe.

(3) Reform der Steuerung - kein Thema der Praxis. Gespräch mit einer Schulleiterin im Kanton Zürich: Auf die Frage, was sie von HarmoS, der Standardisierung und dem Lehrplan 21 halte,  sagt sie, das würde sie nicht tangieren oder in irgend einer Weise beunruhigen. Es sei überhaupt kein Thema in ihrer Schule. Anders die pädagogisch-strukturelle ISF-Reform:  Damit sei die Schule enorm konfrontiert und beschäftigt. Sie habe endlich (nach vier Jahren) eine gute ISF-Lehrerin gefunden, aber richtig begonnen hätten sie mit der Reform noch nicht! Am letzten Konvent hätten sie darüber diskutiert, woran eine Lehrperson  ablesen könne, ob die Integration gelungen sei.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Postscriptum  zum Blog &#8220;Zum Nutzen und Nachteil der Wissenschaft&#8221; für die Schule:</p>
<p>(1) Wenn es so ist, dass sich die Politik DER Wissenschaft bedient, kann man fragen, ob es  sie gibt – DIE Wissenschaft? Müsste man nicht unterscheiden,  zwischen einer in erster Linie der Politik dienenden und wenig kritischen Wissenschaft und einer unabhängigeren nur der Erkenntnis verpflichteten Wissenschaft? </p>
<p>(2) Im NZZ Artikel vom 25.6.: „Gleichheit macht nicht gleich“ wird das positiv bewertete integrative Schulmodell wird in diesem Artikel dem schlechten Abschneiden der Schülerinnen und Schüler im PISA-Test gegenüber gestellt. Wenn man davon ausgeht, dass PISA nur wenig aussagt, über die Qualität eines Schulsystems, ist es einfach absurd, mit den PISA Ergebnissen im Tessin, Zweifel zu äussern am Wert der integrativen Leistung seines Schulmodells. Gerade im Fall des Kantons Tessin wäre es interessanter, sich zu überlegen, was denn die Gründe sind, dass Integration dort besser gelingt als in der Deutschschweiz. Man könnte sich überlegen, ob der Erfolg der integrativen Lösung unter anderem eine Reaktion auf die Abwanderung aus den ländlichen Gemeinden ist: Der Zusammenzug von Stufen und Klassen ist eine Möglichkeit, Schulen bei abnehmenden Schülerzahlen weiter zu führen. Eine Rolle spielt bestimmt auch die Tradition der Scuola Media – der   aus Italien übernommenen integrativen Organisation der Sekundarstufe.</p>
<p>(3) Reform der Steuerung &#8211; kein Thema der Praxis. Gespräch mit einer Schulleiterin im Kanton Zürich: Auf die Frage, was sie von HarmoS, der Standardisierung und dem Lehrplan 21 halte,  sagt sie, das würde sie nicht tangieren oder in irgend einer Weise beunruhigen. Es sei überhaupt kein Thema in ihrer Schule. Anders die pädagogisch-strukturelle ISF-Reform:  Damit sei die Schule enorm konfrontiert und beschäftigt. Sie habe endlich (nach vier Jahren) eine gute ISF-Lehrerin gefunden, aber richtig begonnen hätten sie mit der Reform noch nicht! Am letzten Konvent hätten sie darüber diskutiert, woran eine Lehrperson  ablesen könne, ob die Integration gelungen sei.</p>
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		<title>Kommentar zu Vom Nutzen und Nachteil der Wissenschaft für die Schule von kuru</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=2618#comment-18</link>
		<dc:creator>kuru</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 22:19:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Inwiefern ist es die Politik, die zu Entfremdung beiträgt? Meines Erachtens nur und insoweit, als sie sich der Wissenschaft bedient. Habermas hat die scientifische Durchdringung aller Lebensbereiche mal die ‚Kolonisierung der Lebenswelt‘ genannt. Sie betrifft ja nicht nur Schule und Erziehung, sondern auch Ernährung, Recht, Gesundheit, Ökonomie etc. und eben auch Politik. Bereits Theodor Fontane hat in seinem Roman „Der Stechlin“ diesen Prozess kritisch kommentiert, wenn er schreibt, „früher sagte man, das steht in den Akten, heute heisst es, es stehe wissenschaftlich fest. Ich lasse dahingestellt, wovor man sich tiefer verbeugen muss“.  Es sind ja nicht die Politiker, welche sich die Reformen im Bildungssystem ausdenken, es sind die Experten, ob sie nun im Departement arbeiten oder im Uni- oder PH Institut, die embedded scientists in den pädagogischen Abteilungen oder die Mandarine der Wissenschaft. Auch dort, wo sie nicht politisch sich betätigen, werden Reformen mit ihren Argumenten begründet und gerechtfertigt. Welcher Politiker würde es denn wagen, eine Reform in Gang zu setzen, ohne eine ganze Phalanx von Experten um sich zu versammeln? Vielleicht noch die SVP oder Herr Schlüer. Das macht die Sache kompliziert und vielleicht auch meinen Text streckenweise. Denen wollen wir doch auch nicht nach dem Munde reden und uns deren Beifall abholen. Das Problem liegt eben viel tiefer. Wissenschaft ist uns in einem gewissen Sinne zu selbstverständlich, zu alltäglich geworden, so dass wir gar nicht mehr merken, wie gleichsam gewalttätig und bestimmend sie geworden ist. Ich will ja keinesfalls gegen Wissenschaft polemisieren, ganz und gar nicht, aber Wissenschaft hat ihren Preis und den vergessen wird meistens. Wir glauben auszukommen, ohne ihn bezahlen zu müssen. Der Preis heisst Verständigung, er heisst Respezifikation, er heisst  Beteiligung, er heisst Transparenz, er heisst Langsamkeit, er heisst Geduld, er heisst Ungleichzeitigkeit, heisst Bescheidenheit ….. so könnte ich noch weiter fortfahren. Und das alles sind nicht Zutaten, die eben auch noch und lästigerweise nötig sind, es sind Konstitutiva einer wissenschaftlichen Ethik der Achtsamkeit und Behutsamkeit. Nein, nein, der Druck kommt nicht von der Politik, er kommt von den Wissenschaften in ihrer Eitelkeit des Wissens, obwohl gerade die Wissenschaftler wissen müssten, dass es ihr Beruf und ihre vornehmste Tugend ist, wie Max Weber das formulierte, überholt zu werden, sich selbst, ihr eigenes Wissen immer wieder zur Disposition zu stellen. Gerade sie müssten wissen, dass ihr Wissen immer nur Wissen auf Zeit mit immer kürzeren Halbwertszeiten ist. Gewissheiten sind in der Wissenschaft Scharlatanerie, jedenfalls in jenen Wissenschaftsbereichen, die die Amerikaner Humanities  oder 
Social Sciences nennen! Es gibt hier keine sozialen Maschinen, mit denen wir die anstehenden Probleme lösen könnten und die sich in ihrem Einsatz nicht ständig selber veränderten. 

Warum die Unterscheidung von drei Reformtypen? Ich könnte zurückfragen, hat die Projektwoche, die das Kollegium neu an seiner Schule einführt, die gleiche oder auch nur ähnliche Wirkungen, wie die Abschaffung der Sonderschule zum Beispiel? Und ist eine solche Strukturreform in ihren Wirkungen gleichzusetzen mit der Einführung von Zentralmatura, externe Schulevaluation oder sprachregionalen Lehrplänen? Ich glaube das nicht. Den Unterschied macht a) die Unmittelbarkeit und praktische Beteiligung an einer Reform und b) bei wem der Nutzen einer Reform hauptsächlich anfällt. Es ist eine Unterscheidung von drei Stufen der Entfremdung. Beim pädagogischen didaktischen Typ sind die Akteure noch ganz nah dran an der eigenen Wahrnehmung der Wirklichkeit, die mögliche Entfremdung ist von der Art einer mentalen Distanz, man kann das keine Entfremdung im eigentlichen Sinne nennen, weil solche Reformen nicht im eigentlichen Sinne erzwungen werden können. Das ist beim strukturellen Typ anders, diese Reformen werden erlitten, zustimmend oder ablehnend und haben deshalb auch ein grosses Entfremdungspotential. Auch die gouvernementalen Reformen werden erlitten, hinzu kommt aber noch, dass deren Ertrag, nur sehr indirekt im eigenen Interesse liegt. Während strukturelle Reformen zumindest vorstellbar, der eigenen Berufsarbeit zu Gute kommen könnten, betreffen die gouvernementalen Reformen primär die sozialen Bewertung, die Kontrolle und externe Steuerung der eigenen Berufsarbeit, nicht ihre inhaltliche Verbesserung. 

Es ist ja gerade nicht das fehlende Alignement, welches störte, es ist im Gegenteil seine Überkomplexität. HarmoS, Standards, Kompetenzmodelle, konstruktivistische Lerntheorien und Didaktiken der Individualisierung, Bildungsmonitoring, sprachregionale Lehrpläne, Datenbanken mit Checks und Prüfungsaufgaben, externe Schulevaluation etc. das ist ja alles hochgradig miteinander vernetzt und durchaus aufeinander abgestimmt. Es ist in seiner Komplexität kaum noch alltagspraktisch reduzierbar. Gerade ein solches Alignement von allem mit allem flicht ein Netz, aus dem sich die Akteure nicht mehr befreien können. Es produziert Gefühle der Ohnmacht und des Ausgeliefert-seins.

Ein Letztes noch. Einige werden sich vielleicht fragen, was will er denn? Es ist doch gut, wenn Politik sich auf Evidenzen stützt und nicht auf Ideologien, öffentliche Stimmungen und Bauchgefühle. Ja, natürlich ist das gut und ein grosser Fortschritt für die Bildungspolitik und Bildungsentwicklung. Allerdings gilt das nur unter der Voraussetzung, dass hinreichend geklärt ist, wofür die Evidenzen denn Evidenzen sind. Und diese Klärung erfordert, um es in Abwandlung eines Wortes von Gilbert Ryle zu sagen, nicht so sehr neue harte facts and figures oder Bildungsberichte, sondern eine Verständigung über Werte und Ziele unserer Bildungspolitik.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Inwiefern ist es die Politik, die zu Entfremdung beiträgt? Meines Erachtens nur und insoweit, als sie sich der Wissenschaft bedient. Habermas hat die scientifische Durchdringung aller Lebensbereiche mal die ‚Kolonisierung der Lebenswelt‘ genannt. Sie betrifft ja nicht nur Schule und Erziehung, sondern auch Ernährung, Recht, Gesundheit, Ökonomie etc. und eben auch Politik. Bereits Theodor Fontane hat in seinem Roman „Der Stechlin“ diesen Prozess kritisch kommentiert, wenn er schreibt, „früher sagte man, das steht in den Akten, heute heisst es, es stehe wissenschaftlich fest. Ich lasse dahingestellt, wovor man sich tiefer verbeugen muss“.  Es sind ja nicht die Politiker, welche sich die Reformen im Bildungssystem ausdenken, es sind die Experten, ob sie nun im Departement arbeiten oder im Uni- oder PH Institut, die embedded scientists in den pädagogischen Abteilungen oder die Mandarine der Wissenschaft. Auch dort, wo sie nicht politisch sich betätigen, werden Reformen mit ihren Argumenten begründet und gerechtfertigt. Welcher Politiker würde es denn wagen, eine Reform in Gang zu setzen, ohne eine ganze Phalanx von Experten um sich zu versammeln? Vielleicht noch die SVP oder Herr Schlüer. Das macht die Sache kompliziert und vielleicht auch meinen Text streckenweise. Denen wollen wir doch auch nicht nach dem Munde reden und uns deren Beifall abholen. Das Problem liegt eben viel tiefer. Wissenschaft ist uns in einem gewissen Sinne zu selbstverständlich, zu alltäglich geworden, so dass wir gar nicht mehr merken, wie gleichsam gewalttätig und bestimmend sie geworden ist. Ich will ja keinesfalls gegen Wissenschaft polemisieren, ganz und gar nicht, aber Wissenschaft hat ihren Preis und den vergessen wird meistens. Wir glauben auszukommen, ohne ihn bezahlen zu müssen. Der Preis heisst Verständigung, er heisst Respezifikation, er heisst  Beteiligung, er heisst Transparenz, er heisst Langsamkeit, er heisst Geduld, er heisst Ungleichzeitigkeit, heisst Bescheidenheit ….. so könnte ich noch weiter fortfahren. Und das alles sind nicht Zutaten, die eben auch noch und lästigerweise nötig sind, es sind Konstitutiva einer wissenschaftlichen Ethik der Achtsamkeit und Behutsamkeit. Nein, nein, der Druck kommt nicht von der Politik, er kommt von den Wissenschaften in ihrer Eitelkeit des Wissens, obwohl gerade die Wissenschaftler wissen müssten, dass es ihr Beruf und ihre vornehmste Tugend ist, wie Max Weber das formulierte, überholt zu werden, sich selbst, ihr eigenes Wissen immer wieder zur Disposition zu stellen. Gerade sie müssten wissen, dass ihr Wissen immer nur Wissen auf Zeit mit immer kürzeren Halbwertszeiten ist. Gewissheiten sind in der Wissenschaft Scharlatanerie, jedenfalls in jenen Wissenschaftsbereichen, die die Amerikaner Humanities  oder<br />
Social Sciences nennen! Es gibt hier keine sozialen Maschinen, mit denen wir die anstehenden Probleme lösen könnten und die sich in ihrem Einsatz nicht ständig selber veränderten. </p>
<p>Warum die Unterscheidung von drei Reformtypen? Ich könnte zurückfragen, hat die Projektwoche, die das Kollegium neu an seiner Schule einführt, die gleiche oder auch nur ähnliche Wirkungen, wie die Abschaffung der Sonderschule zum Beispiel? Und ist eine solche Strukturreform in ihren Wirkungen gleichzusetzen mit der Einführung von Zentralmatura, externe Schulevaluation oder sprachregionalen Lehrplänen? Ich glaube das nicht. Den Unterschied macht a) die Unmittelbarkeit und praktische Beteiligung an einer Reform und b) bei wem der Nutzen einer Reform hauptsächlich anfällt. Es ist eine Unterscheidung von drei Stufen der Entfremdung. Beim pädagogischen didaktischen Typ sind die Akteure noch ganz nah dran an der eigenen Wahrnehmung der Wirklichkeit, die mögliche Entfremdung ist von der Art einer mentalen Distanz, man kann das keine Entfremdung im eigentlichen Sinne nennen, weil solche Reformen nicht im eigentlichen Sinne erzwungen werden können. Das ist beim strukturellen Typ anders, diese Reformen werden erlitten, zustimmend oder ablehnend und haben deshalb auch ein grosses Entfremdungspotential. Auch die gouvernementalen Reformen werden erlitten, hinzu kommt aber noch, dass deren Ertrag, nur sehr indirekt im eigenen Interesse liegt. Während strukturelle Reformen zumindest vorstellbar, der eigenen Berufsarbeit zu Gute kommen könnten, betreffen die gouvernementalen Reformen primär die sozialen Bewertung, die Kontrolle und externe Steuerung der eigenen Berufsarbeit, nicht ihre inhaltliche Verbesserung. </p>
<p>Es ist ja gerade nicht das fehlende Alignement, welches störte, es ist im Gegenteil seine Überkomplexität. HarmoS, Standards, Kompetenzmodelle, konstruktivistische Lerntheorien und Didaktiken der Individualisierung, Bildungsmonitoring, sprachregionale Lehrpläne, Datenbanken mit Checks und Prüfungsaufgaben, externe Schulevaluation etc. das ist ja alles hochgradig miteinander vernetzt und durchaus aufeinander abgestimmt. Es ist in seiner Komplexität kaum noch alltagspraktisch reduzierbar. Gerade ein solches Alignement von allem mit allem flicht ein Netz, aus dem sich die Akteure nicht mehr befreien können. Es produziert Gefühle der Ohnmacht und des Ausgeliefert-seins.</p>
<p>Ein Letztes noch. Einige werden sich vielleicht fragen, was will er denn? Es ist doch gut, wenn Politik sich auf Evidenzen stützt und nicht auf Ideologien, öffentliche Stimmungen und Bauchgefühle. Ja, natürlich ist das gut und ein grosser Fortschritt für die Bildungspolitik und Bildungsentwicklung. Allerdings gilt das nur unter der Voraussetzung, dass hinreichend geklärt ist, wofür die Evidenzen denn Evidenzen sind. Und diese Klärung erfordert, um es in Abwandlung eines Wortes von Gilbert Ryle zu sagen, nicht so sehr neue harte facts and figures oder Bildungsberichte, sondern eine Verständigung über Werte und Ziele unserer Bildungspolitik.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Vom Nutzen und Nachteil der Wissenschaft für die Schule von fries</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=2618#comment-17</link>
		<dc:creator>fries</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 19:15:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das, worauf der Text abzielt – die Entfremdung, fehlendes Vertrauen, Verlust des Rechts auf eigene Subjektivität – ist enorm wichtig! Wir sollten es endlich zur Kenntnis nehmen! Es werden drei Typen von Reformen unterschieden – mir ist aber nicht ganz klar, warum es die Unterscheidung braucht, um die Entfremdung zu erklären. Dann frage ich mich, ob es nicht vor allem die Steuerungsreformen sind, die zur Entfremdung führen. Oder ist es das fehlende Alignment. Was den Titel betrifft frage ich mich, ob es nicht die Bildungspolitik ist, die die Entfremdung zu verantworten hat und weniger die Wissenschaft also: „Entfremdung durch evidence based policy“?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das, worauf der Text abzielt – die Entfremdung, fehlendes Vertrauen, Verlust des Rechts auf eigene Subjektivität – ist enorm wichtig! Wir sollten es endlich zur Kenntnis nehmen! Es werden drei Typen von Reformen unterschieden – mir ist aber nicht ganz klar, warum es die Unterscheidung braucht, um die Entfremdung zu erklären. Dann frage ich mich, ob es nicht vor allem die Steuerungsreformen sind, die zur Entfremdung führen. Oder ist es das fehlende Alignment. Was den Titel betrifft frage ich mich, ob es nicht die Bildungspolitik ist, die die Entfremdung zu verantworten hat und weniger die Wissenschaft also: „Entfremdung durch evidence based policy“?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nachgetragenes zur Kompetenzorientierung von Lehrplänen von Konstantin.Baehr</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1993#comment-16</link>
		<dc:creator>Konstantin.Baehr</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 12:36:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Rudolf Künzli schreibt &quot;Die Verknüpfung von Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben scheint mir in dem Sinne ‘unabdingbar’, als der Kern der Innovation kompetenzorientierter Lehrpläne und Bildungsstandards der Leistungstest ist.  (...). Ob die Aufgaben nun direkt im Lehrplan stehen oder in Lehrmitteln oder in einem elektronisch verfügbaren Aufgabenpool, mit deren Hilfe das Erreichen der Standards gemessen werden wird, macht allenfalls psychologisch einen Unterschied für die Empfänger der Vorgaben, aber kaum einen in der Sache selbst.&quot; --- Ich stimme zu, was die Wichtigkeit einer Verknüpfung der verschiedenen „Medien“ anbelangt, und kann aus meiner Sicht der Dinge nur bestätigen, dass die gegenwärtigen Arbeiten am Lehrplan 21, an einem allfällig realisierbaren Aufgabenpool LP 21 der D-EDK, an einer Aufgabendatenbank EDK, an den eng abgestimmten Instrumenten zur individuellen förderorientierten Standortbestimmung von Schülerinnen und Schülern, an den Assessment Packs der neueren Lehrmittel genau in diese Richtung gehen. Dass der „Kern der Innovation“ , im Sinne einer sich vielleicht an Steinobst orientierenden Metapher, wirklich einzig der „Leistungstest“ sei, das möchte ich in Frage stellen: 

Es werden ja gegenwärtig „idealtypisch“ konstruierte „Haltungen“ von Lehrerinnen und Lehrern herumgereicht. Einer „alten“ Haltung zielorientierten Unterrichtens wird unterstellt, sie habe vor allem eine Leitfrage gehabt, nämlich: „Was muss ich durchnehmen?“. Die neue Leitfrage des kompetenzorientierten Unterrichts sei dagegen „Was können und wissen meine Schülerinnen und Schüler?“ Ich frage mich hier immer, stimmt das? Auch ein (klassisch) zielorientierter Unterricht hatte m.E. immer letztlich den Kompetenzerwerb als Ergebnis der Lernprozesse im Fokus und nicht „den Stoff“. Sollte dies aber nicht so sein, was ich mir nicht ernsthaft vorstellen kann, dann wäre der „Kern der Innovation“ kompetenzorientierter Lehrpläne die hartnäckige Orientierung am wirklichen Können und Wissen der Schülerinnen und Schüler. Und als „Unterstützung“ in diesem Zusammenhang, könnten, neben den eigenen Beobachtungen und Bewertungen, neben der eigenen fachlichen Expertise, neben den klaren Beschreibungen der Lernanforderungsstufen (Kompetenzstufen/Entwicklungsschritte) im Lehrplan, die Testsysteme stehen …, aber nicht als „Kern der Innovation“.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rudolf Künzli schreibt &#8220;Die Verknüpfung von Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben scheint mir in dem Sinne ‘unabdingbar’, als der Kern der Innovation kompetenzorientierter Lehrpläne und Bildungsstandards der Leistungstest ist.  (&#8230;). Ob die Aufgaben nun direkt im Lehrplan stehen oder in Lehrmitteln oder in einem elektronisch verfügbaren Aufgabenpool, mit deren Hilfe das Erreichen der Standards gemessen werden wird, macht allenfalls psychologisch einen Unterschied für die Empfänger der Vorgaben, aber kaum einen in der Sache selbst.&#8221; &#8212; Ich stimme zu, was die Wichtigkeit einer Verknüpfung der verschiedenen „Medien“ anbelangt, und kann aus meiner Sicht der Dinge nur bestätigen, dass die gegenwärtigen Arbeiten am Lehrplan 21, an einem allfällig realisierbaren Aufgabenpool LP 21 der D-EDK, an einer Aufgabendatenbank EDK, an den eng abgestimmten Instrumenten zur individuellen förderorientierten Standortbestimmung von Schülerinnen und Schülern, an den Assessment Packs der neueren Lehrmittel genau in diese Richtung gehen. Dass der „Kern der Innovation“ , im Sinne einer sich vielleicht an Steinobst orientierenden Metapher, wirklich einzig der „Leistungstest“ sei, das möchte ich in Frage stellen: </p>
<p>Es werden ja gegenwärtig „idealtypisch“ konstruierte „Haltungen“ von Lehrerinnen und Lehrern herumgereicht. Einer „alten“ Haltung zielorientierten Unterrichtens wird unterstellt, sie habe vor allem eine Leitfrage gehabt, nämlich: „Was muss ich durchnehmen?“. Die neue Leitfrage des kompetenzorientierten Unterrichts sei dagegen „Was können und wissen meine Schülerinnen und Schüler?“ Ich frage mich hier immer, stimmt das? Auch ein (klassisch) zielorientierter Unterricht hatte m.E. immer letztlich den Kompetenzerwerb als Ergebnis der Lernprozesse im Fokus und nicht „den Stoff“. Sollte dies aber nicht so sein, was ich mir nicht ernsthaft vorstellen kann, dann wäre der „Kern der Innovation“ kompetenzorientierter Lehrpläne die hartnäckige Orientierung am wirklichen Können und Wissen der Schülerinnen und Schüler. Und als „Unterstützung“ in diesem Zusammenhang, könnten, neben den eigenen Beobachtungen und Bewertungen, neben der eigenen fachlichen Expertise, neben den klaren Beschreibungen der Lernanforderungsstufen (Kompetenzstufen/Entwicklungsschritte) im Lehrplan, die Testsysteme stehen …, aber nicht als „Kern der Innovation“.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nachgetragenes zur Kompetenzorientierung von Lehrplänen von kuru</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1993#comment-15</link>
		<dc:creator>kuru</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 09:46:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Reaktionen zeigen die Komplexität der Materie, welche mit der Kompetenzerwartung verbunden ist. Ich empfehle hier auch die Lektüre des Textes von Neuweg unter &#039;aktuell&#039; auf dieser Website. 
Die Verknüpfung von Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben scheint mir in dem Sinne &#039;unabdingbar&#039;, als der Kern der Innovation kompetenzorientierter Lehrpläne und Bildungsstandards  der Leistungstest ist. So jedenfalls schreibt es auch Jürgen Oelkers: &quot;Standards sind verbunden mit Leistungstests. Die Tests sind die eigentliche Innovation, denn curriculare Standards gab es immer schon.&quot; Oelkers folgert deshalb: &quot;Der Inhalt der Lehrmittel wird sich in Teilen auf Test&#039;s einstellen.&quot; (Oelkers, J. (2010). Bildungsstandards und deren Wirkung auf die Lehrmittel. In. Beiträge zur Lehrerbildung 28 (1) 33-41, 36). Das muss nicht heissen, dass die Lehrmittel zu Testsammlungen verkommen, es bedeutet aber doch, dass Tests in Form von Lernaufgaben in Teilen zu Lehrmitteln werden. Zu wie viel Teilen, darüber wird man streiten können und wollen. Ob die Aufgaben nun direkt im Lehrplan stehen oder in Lehrmitteln oder in einem elektronisch verfügbaren Aufgabenpool, mit deren Hilfe das Erreichen der Standards gemessen werden wird, macht allenfalls psychologisch einen Unterschied für die Empfänger der Vorgaben, aber kaum einen in der Sache selbst. Die Koordination der Vorgaben, das &#039;alignment&#039; im &#039;curricularen Spinnennetz&#039; (Thijs, van den Akker 2009) verlangt eine eng abgestimmte Ausrichtung des Unterrichts auf diese Tests, sollen die Lehrplanvorgaben nicht unterlaufen werden.  Über die Wirkungen dieses rechten Schrittes hin zur geforderten neuen Kultur der Leistungstransparenz der Schule wird man noch kaum abschliessend urteilen können und wollen, nur schön reden nach alter Pädagogenmanier sollte man die Innovation (Reform) nicht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reaktionen zeigen die Komplexität der Materie, welche mit der Kompetenzerwartung verbunden ist. Ich empfehle hier auch die Lektüre des Textes von Neuweg unter &#8216;aktuell&#8217; auf dieser Website.<br />
Die Verknüpfung von Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben scheint mir in dem Sinne &#8216;unabdingbar&#8217;, als der Kern der Innovation kompetenzorientierter Lehrpläne und Bildungsstandards  der Leistungstest ist. So jedenfalls schreibt es auch Jürgen Oelkers: &#8220;Standards sind verbunden mit Leistungstests. Die Tests sind die eigentliche Innovation, denn curriculare Standards gab es immer schon.&#8221; Oelkers folgert deshalb: &#8220;Der Inhalt der Lehrmittel wird sich in Teilen auf Test&#8217;s einstellen.&#8221; (Oelkers, J. (2010). Bildungsstandards und deren Wirkung auf die Lehrmittel. In. Beiträge zur Lehrerbildung 28 (1) 33-41, 36). Das muss nicht heissen, dass die Lehrmittel zu Testsammlungen verkommen, es bedeutet aber doch, dass Tests in Form von Lernaufgaben in Teilen zu Lehrmitteln werden. Zu wie viel Teilen, darüber wird man streiten können und wollen. Ob die Aufgaben nun direkt im Lehrplan stehen oder in Lehrmitteln oder in einem elektronisch verfügbaren Aufgabenpool, mit deren Hilfe das Erreichen der Standards gemessen werden wird, macht allenfalls psychologisch einen Unterschied für die Empfänger der Vorgaben, aber kaum einen in der Sache selbst. Die Koordination der Vorgaben, das &#8216;alignment&#8217; im &#8216;curricularen Spinnennetz&#8217; (Thijs, van den Akker 2009) verlangt eine eng abgestimmte Ausrichtung des Unterrichts auf diese Tests, sollen die Lehrplanvorgaben nicht unterlaufen werden.  Über die Wirkungen dieses rechten Schrittes hin zur geforderten neuen Kultur der Leistungstransparenz der Schule wird man noch kaum abschliessend urteilen können und wollen, nur schön reden nach alter Pädagogenmanier sollte man die Innovation (Reform) nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nachgetragenes zur Kompetenzorientierung von Lehrplänen von Konstantin.Baehr</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1993#comment-14</link>
		<dc:creator>Konstantin.Baehr</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 17:00:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist &quot;unabdingbar, die Darstellung der Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben für das Lernen und die Überprüfung zu verbinden&quot;, schreibt Volker Richter.  Ich würde nicht von &quot;unabdingbar&quot; sprechen, aber von höchst wünschenswert. Auch bei unserer künftigen Lehrplan 21-Vorlage wäre es höchst wünschenswert, wenn die Beschreibungen derjenigen Kompetenzstufen, die als &quot;Mindestansprüche&quot; gekennzeichnet sind, zusätzlich mit Lern- bzw. Referenzaufgaben hinterlegt und verdeutlicht würden. Auch eine Abstimmung/Harmonisierung der verschiedenen Test- bzw.- Diagnose-Instrumente (Instrumente zur individuellen Standortbestimmung) wird idealerweise über &quot;Aufgaben&quot; an den Lehrplan 21 erfolgen. Dies bedingt letztlich, dass, zeitlich möglichst eng koordiniert, ein entsprechender „Aufgabenpool“ mit „Lehrplan 21 Test- und Lernaufgaben“ entwickelt wird. Eine lohnende Aufgabe, die die Brauchbarkeit des Lehrplans für Lehrerinnen und Lehrer erhöhen könnte. Bestehende bzw. künftige Anbieter von Testsystemen könnten zusätzlich angehalten werden, die Testaufgaben aus dem Aufgabenpool zu verwenden. Der Lehrplan 21 Aufgabenpool würde so einen Beitrag zur Ergebnisharmonisierung im Raum der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone leisten können. --- Das wäre alles schon ein rechter Schritt auf dem Weg zur Kompetenzorientierung.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist &#8220;unabdingbar, die Darstellung der Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben für das Lernen und die Überprüfung zu verbinden&#8221;, schreibt Volker Richter.  Ich würde nicht von &#8220;unabdingbar&#8221; sprechen, aber von höchst wünschenswert. Auch bei unserer künftigen Lehrplan 21-Vorlage wäre es höchst wünschenswert, wenn die Beschreibungen derjenigen Kompetenzstufen, die als &#8220;Mindestansprüche&#8221; gekennzeichnet sind, zusätzlich mit Lern- bzw. Referenzaufgaben hinterlegt und verdeutlicht würden. Auch eine Abstimmung/Harmonisierung der verschiedenen Test- bzw.- Diagnose-Instrumente (Instrumente zur individuellen Standortbestimmung) wird idealerweise über &#8220;Aufgaben&#8221; an den Lehrplan 21 erfolgen. Dies bedingt letztlich, dass, zeitlich möglichst eng koordiniert, ein entsprechender „Aufgabenpool“ mit „Lehrplan 21 Test- und Lernaufgaben“ entwickelt wird. Eine lohnende Aufgabe, die die Brauchbarkeit des Lehrplans für Lehrerinnen und Lehrer erhöhen könnte. Bestehende bzw. künftige Anbieter von Testsystemen könnten zusätzlich angehalten werden, die Testaufgaben aus dem Aufgabenpool zu verwenden. Der Lehrplan 21 Aufgabenpool würde so einen Beitrag zur Ergebnisharmonisierung im Raum der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone leisten können. &#8212; Das wäre alles schon ein rechter Schritt auf dem Weg zur Kompetenzorientierung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nachgetragenes zur Kompetenzorientierung von Lehrplänen von Volker Richter</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1993#comment-13</link>
		<dc:creator>Volker Richter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 09:27:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1993#comment-13</guid>
		<description><![CDATA[Kompetenzorientierung und Aufgabenkultur

Mit kompetenzorientierten Lehrplänen wird die Lehrerschaft dafür verantwortlich gemacht, den Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler die geforderten Kompetenzen auch erwerben können. Hier ist R. Künzli voll zuzustimmen. Das breite Arbeitsfeld der Lehrplanarbeit selbst und vor allem die Notwendigkeit einer begleitenden Implementation des veränderten didaktischen Ansatzes von Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung in deren Kontext wird ableitbar. 
Die gewonnenen Erfahrungen bei der Einführung der neuen Lehrpläne für die Grundschule und die Sekundarschule im Bundesland Sachsen-Anhalt  belegen, dass es sowohl überfachlich als auch fachspezifisch erheblicher Umdenkungsprozesse bei Lehrkräften bedarf, um tatsächlich erkennbare Veränderungen bei der Unterrichtsgestaltung zu erreichen und diese Veränderungen nachhaltig zu etablieren.  Eine zentrale Stelle im Prozess der Unterrichtsentwicklung ist die Überprüfung des erreichten Standes der Kompetenzentwicklung mit dafür geeigneten Instrumenten die hinreichend konkret und alltagstauglich in den schulischen Alltag integriert sind. Deshalb ist es unabdingbar, die Darstellung der Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben für das Lernen und die Überprüfung zu verbinden. Spätestens hier reicht es nicht mehr aus, die Kernbotschaft kompetenzorientierte Lehrpläne „versteckt“ zu vermitteln, denn spätestens bei der Aufgabenkultur wird offensichtlich, ob der Unterricht kompetenzorientiert gestaltet ist oder nicht. In diesem Sinne ist also unbedingt erforderlich kompetenzorientierte Lehrpläne mit entsprechenden Aufgaben zu verbinden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kompetenzorientierung und Aufgabenkultur</p>
<p>Mit kompetenzorientierten Lehrplänen wird die Lehrerschaft dafür verantwortlich gemacht, den Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler die geforderten Kompetenzen auch erwerben können. Hier ist R. Künzli voll zuzustimmen. Das breite Arbeitsfeld der Lehrplanarbeit selbst und vor allem die Notwendigkeit einer begleitenden Implementation des veränderten didaktischen Ansatzes von Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung in deren Kontext wird ableitbar.<br />
Die gewonnenen Erfahrungen bei der Einführung der neuen Lehrpläne für die Grundschule und die Sekundarschule im Bundesland Sachsen-Anhalt  belegen, dass es sowohl überfachlich als auch fachspezifisch erheblicher Umdenkungsprozesse bei Lehrkräften bedarf, um tatsächlich erkennbare Veränderungen bei der Unterrichtsgestaltung zu erreichen und diese Veränderungen nachhaltig zu etablieren.  Eine zentrale Stelle im Prozess der Unterrichtsentwicklung ist die Überprüfung des erreichten Standes der Kompetenzentwicklung mit dafür geeigneten Instrumenten die hinreichend konkret und alltagstauglich in den schulischen Alltag integriert sind. Deshalb ist es unabdingbar, die Darstellung der Kompetenzerwartungen in den Lehrplänen mit geeigneten Aufgaben für das Lernen und die Überprüfung zu verbinden. Spätestens hier reicht es nicht mehr aus, die Kernbotschaft kompetenzorientierte Lehrpläne „versteckt“ zu vermitteln, denn spätestens bei der Aufgabenkultur wird offensichtlich, ob der Unterricht kompetenzorientiert gestaltet ist oder nicht. In diesem Sinne ist also unbedingt erforderlich kompetenzorientierte Lehrpläne mit entsprechenden Aufgaben zu verbinden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nachgetragenes zur Kompetenzorientierung von Lehrplänen von Konstantin.Baehr</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1993#comment-12</link>
		<dc:creator>Konstantin.Baehr</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 17:20:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1993#comment-12</guid>
		<description><![CDATA[Traditionelle Lehrpläne beschreiben, was Lehrpersonen zu unterrichten haben, sagt Rudolf Künzli. Der Lehrplan 21 ist davon vielleicht gar nicht so weit weg: Er beschreibt, was im Unterricht herauskommen soll im Sinne des „Das kann ich!“

Noch bevor geprüft werden kann, ob dem Lehrplan 21 –  im Sinne idealtypischer wissenschaftlicher Ansichten – die Bezeichnung „kompetenzorientiert“ wirklich zusteht, muss geprüft werden, ob der Lehrplan 21 übersichtlich, einfach und verständlich ist, ob es ihm gelingt, mehr Planungs- und Ergebnissicherheit in Unterricht und Schule zu bringen. Wesentliche Herausforderungen der nächsten Jahre sind, dass der Lehrplan 21 termingerecht „als Vorlage“ zur Verfügung steht und dass alle 21 Kantone bereit sein werden, diese Lehrplanvorlage zu nutzen für die kantonale Lehrplanarbeit. Genau deshalb ist der Lehrplan 21 der D-EDK ja eine „Vorlage“. Jeder Kanton muss, nach Massgabe seiner Rechtsordnung, seiner bildungspolitischen Anliegen und seiner Ressourcen und Strukturen den jeweiligen „Lehrplan 21. Kanton xy“ in Kraft setzen. Das muss erst einmal gelingen und das ist ein riesiges politisches Unternehmen. Die Kantone der D-EDK machen dies nicht, wie Rudolf Künzli schreibt, „weil das pädagogische Establishment in den Schuladministrationen … sich entwickeln und profilieren“ will, sondern weil dazu einen Verfassungsauftrag besteht.

Der Wille, den Lehrplan 21 „kompetenzorientiert“ auszurichten, kommt ja nicht zuletzt daher, dass er in Abstimmung zu den von den Bildungsstandards festgelegten „Grundkompetenzen“ stehen muss. Die Kompetenzfundierung der Standards geht weiter in die Lehrpläne, die Lehrmittel und die Evaluationsinstrumente. Für Kantone, die dem HarmoS-Konkordat beigetreten sind, ist die Sicherstellung dieser Abstimmung der „Medien“ eine gesetzliche Vorgabe. Auch, dass sie als Kanton dafür ausdrücklich Verantwortung übernehmen, mit ihren Schülerinnen und Schülern die Grundkompetenzen – in der Sprache des Lehrplans: die Mindestansprüche – zu erreichen … und zwar gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern, den Schulleitungen und den Schulpflegen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Traditionelle Lehrpläne beschreiben, was Lehrpersonen zu unterrichten haben, sagt Rudolf Künzli. Der Lehrplan 21 ist davon vielleicht gar nicht so weit weg: Er beschreibt, was im Unterricht herauskommen soll im Sinne des „Das kann ich!“</p>
<p>Noch bevor geprüft werden kann, ob dem Lehrplan 21 –  im Sinne idealtypischer wissenschaftlicher Ansichten – die Bezeichnung „kompetenzorientiert“ wirklich zusteht, muss geprüft werden, ob der Lehrplan 21 übersichtlich, einfach und verständlich ist, ob es ihm gelingt, mehr Planungs- und Ergebnissicherheit in Unterricht und Schule zu bringen. Wesentliche Herausforderungen der nächsten Jahre sind, dass der Lehrplan 21 termingerecht „als Vorlage“ zur Verfügung steht und dass alle 21 Kantone bereit sein werden, diese Lehrplanvorlage zu nutzen für die kantonale Lehrplanarbeit. Genau deshalb ist der Lehrplan 21 der D-EDK ja eine „Vorlage“. Jeder Kanton muss, nach Massgabe seiner Rechtsordnung, seiner bildungspolitischen Anliegen und seiner Ressourcen und Strukturen den jeweiligen „Lehrplan 21. Kanton xy“ in Kraft setzen. Das muss erst einmal gelingen und das ist ein riesiges politisches Unternehmen. Die Kantone der D-EDK machen dies nicht, wie Rudolf Künzli schreibt, „weil das pädagogische Establishment in den Schuladministrationen … sich entwickeln und profilieren“ will, sondern weil dazu einen Verfassungsauftrag besteht.</p>
<p>Der Wille, den Lehrplan 21 „kompetenzorientiert“ auszurichten, kommt ja nicht zuletzt daher, dass er in Abstimmung zu den von den Bildungsstandards festgelegten „Grundkompetenzen“ stehen muss. Die Kompetenzfundierung der Standards geht weiter in die Lehrpläne, die Lehrmittel und die Evaluationsinstrumente. Für Kantone, die dem HarmoS-Konkordat beigetreten sind, ist die Sicherstellung dieser Abstimmung der „Medien“ eine gesetzliche Vorgabe. Auch, dass sie als Kanton dafür ausdrücklich Verantwortung übernehmen, mit ihren Schülerinnen und Schülern die Grundkompetenzen – in der Sprache des Lehrplans: die Mindestansprüche – zu erreichen … und zwar gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern, den Schulleitungen und den Schulpflegen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Schulpolitik als Sprachübung: von Uri Peter Trier</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1179#comment-11</link>
		<dc:creator>Uri Peter Trier</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 13:20:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1179#comment-11</guid>
		<description><![CDATA[Rudolf Künzli ärgert sich, dass verbindliche - also &#039;harte&#039; - bildungspolitische Beschlüsse so flüssig - also weich - angekündigt werden. (Eigentlich, wie so oft wenn Kritik an Inhalten sich in Kritik an der Form ausdrückt ärgert Künzli wohl mehr die Sache, (nämlich die ganze HarmoS Übung) als die Form.)  Aber zurück zum Blog: Da hat also die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren etwas beschlossen und sagt: &quot; die &quot;EDK hat die ersten nationalen Bildungsziele (Bildungsstandards) &quot;frei gegeben&quot;. Tatsächlich wäre: &quot;hat zu den nationalen Bildungzielen (Bildungsstandards)  Beschluss gefasst&quot; präziser gewesen. Wenn man aber den HarmoS Prozess ansieht dann sieht man, dass diesem Beschluss eine Implementationsphase folgt, vermutlich könnte das &#039;frei geben&#039;  also heissen &quot;hat die Zielsetzung den Weg zur weiteren Lehrplanentwicklung freigelegt&quot;. Problematischer ist der Bezug zwischen den Begriffen: Bildungszielen, Bildungsstandards und Grundkompetenzen. Hier ist sicherlich keine Lösung, dass man das eine Wort in oder ohne Klammern neben das andere setzt. Immerhin kann man den HarmoS Entwicklern zugute halten, dass sie sich im verminten Feld zwischen Erziehungswissenschaft und Bildungspolitik grosse Mühe gegeben haben Klarheit zu schaffen. Als Beleg etwa ihr Beispiel zu &#039;Schulsprache&#039; / Lesen und dort die Festlegungen  &#039;die Schülerinnen und Schüler können&#039;  in ihrem Bemühen um Genauigkeit. 

Also noch &#039;einfliessen&#039; und &#039;einarbeiten&#039; .  Natürlich stimmt keines der Wörter so ganz bei kritischer Betrachtung. Fliessen tut in der Bildungspolitik und Bildungsentwicklung sowieso nichts, es sei denn man bewegt die Fluten. Und beim Einarbeiten kommt es sicher auf das wo und wie an. Vergnüglicher ist, sich die Plastilinblöcke selbst auszusuchen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rudolf Künzli ärgert sich, dass verbindliche &#8211; also &#8216;harte&#8217; &#8211; bildungspolitische Beschlüsse so flüssig &#8211; also weich &#8211; angekündigt werden. (Eigentlich, wie so oft wenn Kritik an Inhalten sich in Kritik an der Form ausdrückt ärgert Künzli wohl mehr die Sache, (nämlich die ganze HarmoS Übung) als die Form.)  Aber zurück zum Blog: Da hat also die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren etwas beschlossen und sagt: &#8221; die &#8220;EDK hat die ersten nationalen Bildungsziele (Bildungsstandards) &#8220;frei gegeben&#8221;. Tatsächlich wäre: &#8220;hat zu den nationalen Bildungzielen (Bildungsstandards)  Beschluss gefasst&#8221; präziser gewesen. Wenn man aber den HarmoS Prozess ansieht dann sieht man, dass diesem Beschluss eine Implementationsphase folgt, vermutlich könnte das &#8216;frei geben&#8217;  also heissen &#8220;hat die Zielsetzung den Weg zur weiteren Lehrplanentwicklung freigelegt&#8221;. Problematischer ist der Bezug zwischen den Begriffen: Bildungszielen, Bildungsstandards und Grundkompetenzen. Hier ist sicherlich keine Lösung, dass man das eine Wort in oder ohne Klammern neben das andere setzt. Immerhin kann man den HarmoS Entwicklern zugute halten, dass sie sich im verminten Feld zwischen Erziehungswissenschaft und Bildungspolitik grosse Mühe gegeben haben Klarheit zu schaffen. Als Beleg etwa ihr Beispiel zu &#8216;Schulsprache&#8217; / Lesen und dort die Festlegungen  &#8216;die Schülerinnen und Schüler können&#8217;  in ihrem Bemühen um Genauigkeit. </p>
<p>Also noch &#8216;einfliessen&#8217; und &#8216;einarbeiten&#8217; .  Natürlich stimmt keines der Wörter so ganz bei kritischer Betrachtung. Fliessen tut in der Bildungspolitik und Bildungsentwicklung sowieso nichts, es sei denn man bewegt die Fluten. Und beim Einarbeiten kommt es sicher auf das wo und wie an. Vergnüglicher ist, sich die Plastilinblöcke selbst auszusuchen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Schulpolitik als Sprachübung: von Konstantin.Baehr</title>
		<link>http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1179#comment-10</link>
		<dc:creator>Konstantin.Baehr</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:51:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.lehrplanforschung.ch/?p=1179#comment-10</guid>
		<description><![CDATA[Worte können mehrfach und verschieden verstanden werden. Deshalb ist auch das Spiel mit Worten dann so schön und spannend zu lesen. Rudolf Künzli nutzt in seinem Artikel „Schulpolitik als Sprachübung“ diese Möglichkeiten der Sprache gekonnt. Eine schöne Glosse. Jenseits dessen geht es der Bildungspolitik um den Versuch, sachgerecht und nach bestem Wissen zu entscheiden.. Die Bildungsstandards sollen zuhanden der weiteren Arbeit verabschiedet, also freigegeben werden. Sie sollen nicht einfach als parallele, konkurrierende Regelungsstrukturen, wie beispielsweise in Österreich, direkt in die Schulen kommen und Unklarheit darüber schaffen, was nun gelten soll: Lehrpläne oder Standards? Die Bildungsstandards sollen vermittelt über Lehrpläne, Lehrmittel und die Instrumente zur individuellen Standortbestimmung in den Unterricht gelangen. Direkt Verwendung finden sie in den sogenannten „Systemevaluationen“ der EDK im Rahmen des Bildungsmonitorings von Bund und Kantonen. – Nachdem die von der EDK nun beschlossenen Bildungsstandards einen ganz besonderen Typ von Standard verkörpern, nämlich „Mindeststandards“, wurde darum gerungen, eine gute Beschreibung zu finden, die deutlich das ausdrückt, was es zumindest sicherzustellen gilt: „Grundkompetenzen“. Es ist doch nun auch wiederum nicht abwegig, den Lehrplanherstellenden (und die stehen ja letztlich in enormen Aushandlungsprozessen …) den Auftrag zu geben: Baut die Grundkompetenzen in guter Weise in den Lehrplan ein, sodass es Kompetenzstufen gibt, die auf die Grundkompetenz hinführen – der Lehrplan nennt die Grundkompetenz „Mindestanspruch“ –  und es weitere Kompetenzstufen gibt, die dann darauf aufbauen. „Freigeben“ ist doch für all das eine gute Bezeichnung.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Worte können mehrfach und verschieden verstanden werden. Deshalb ist auch das Spiel mit Worten dann so schön und spannend zu lesen. Rudolf Künzli nutzt in seinem Artikel „Schulpolitik als Sprachübung“ diese Möglichkeiten der Sprache gekonnt. Eine schöne Glosse. Jenseits dessen geht es der Bildungspolitik um den Versuch, sachgerecht und nach bestem Wissen zu entscheiden.. Die Bildungsstandards sollen zuhanden der weiteren Arbeit verabschiedet, also freigegeben werden. Sie sollen nicht einfach als parallele, konkurrierende Regelungsstrukturen, wie beispielsweise in Österreich, direkt in die Schulen kommen und Unklarheit darüber schaffen, was nun gelten soll: Lehrpläne oder Standards? Die Bildungsstandards sollen vermittelt über Lehrpläne, Lehrmittel und die Instrumente zur individuellen Standortbestimmung in den Unterricht gelangen. Direkt Verwendung finden sie in den sogenannten „Systemevaluationen“ der EDK im Rahmen des Bildungsmonitorings von Bund und Kantonen. – Nachdem die von der EDK nun beschlossenen Bildungsstandards einen ganz besonderen Typ von Standard verkörpern, nämlich „Mindeststandards“, wurde darum gerungen, eine gute Beschreibung zu finden, die deutlich das ausdrückt, was es zumindest sicherzustellen gilt: „Grundkompetenzen“. Es ist doch nun auch wiederum nicht abwegig, den Lehrplanherstellenden (und die stehen ja letztlich in enormen Aushandlungsprozessen …) den Auftrag zu geben: Baut die Grundkompetenzen in guter Weise in den Lehrplan ein, sodass es Kompetenzstufen gibt, die auf die Grundkompetenz hinführen – der Lehrplan nennt die Grundkompetenz „Mindestanspruch“ –  und es weitere Kompetenzstufen gibt, die dann darauf aufbauen. „Freigeben“ ist doch für all das eine gute Bezeichnung.</p>
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